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Qualitätsmanagement: Hurra, wir haben einen Fehler gemacht - Teil I

Der Wunsch nach fehlerfreier Arbeit ist schlichtweg Illusion, die Sehnsucht danach hingegen verständlich. Aber: nur aus Fehlern wird man klug. Will man die tierärztliche Praxis oder Klinik langfristig erfolgreich machen, sollte man diesen Satz beherzigen und für den richtigen Umgang mit Fehlern sorgen. mehr

Focus Gehaltsreport 2011/12 – Tierärzte im Bereich der mittleren Einkommen

Inflationsbereinigter Einkommensverlust lag zwischen 2000 und 2010 bei rund 20%

Veröffentlicht am 31 Januar 2012

Focus Gehaltsreport 2011/12 – Tierärzte im Bereich der mittleren Einkommen

Das Magazin Focus hat im letzten Jahr ein Gehaltsranking in Auftrag gegeben und es wurden Gehaltsdaten für 150 Berufsgruppen ermittelt. Zur Auswertung gelangten rund 100.000 Gehaltsdaten von Vollzeit-Arbeitnehmern und Selbständigen. Unberücksichtigt blieben die Gehälter von Auszubildenden.

Neben den berufsspezifischen Gehaltsunterschieden wurden ebenso geschlechtsspezifische und regionale Unterschiede herausgearbeitet. Spartenübergreifend verdienen Frauen im Durchschnitt 573 Euro (21,3 %) weniger als ihre männlichen Kollegen.

Die monatlichen Bruttogehälter von Tierärztinnen und Tierärzten bewegen sich lediglich im Bereich der mittleren Einkommen und belegen mit 2.716 Euro brutto pro Monat den 55. Platz im Gehaltsranking. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern im Rahmen der Entlohnung beträgt 19,38 % und ist damit ein wenig geringer als die vorgenannte Abweichung aller Berufsgruppen.

Interessant ist auch der Vergleich mit anderen medizinischen Berufen. Im Durchschnitt verdienen Tierärzte und Tierärztinnen rund 42 % der Humanmediziner, die im allgemeinmedizinischen Bereich tätig sind. Die Ärzte und Ärztinnen führen mit durchschnittlich 6.410 Euro monatlichem Bruttogehalt das Gehaltsranking an. Die Zahnmediziner folgen auf dem 5. Platz und einem Bruttogehalt von 4.804 Euro pro Monat. Beim Durchschnittsvergleich mit der Tiermedizin entspricht dies einem Gehaltsniveau von 57 %.

Auch die Aussagen über die inflationsbereinigte Entwicklung der Gehälter seit 2010 verdeutlichen, weshalb so manch ein Tierarzt oder so manch eine Tierärztin das Gefühl hat, dass am Monatsende zu wenig übrig bleibt. Ein inflationsbereinigtes Minus im Zeitraum von 2000 bis 2010 von rund 20,3 % spricht eine deutliche Sprache. Im Gegensatz dazu haben die Gehälter der Allgemeinmediziner in demselben Betrachtungszeitraum um 16,3 % und die der Zahnmediziner sogar um 26 % zugelegt.

Zumindest gehen die Statistiker des Gehaltsreports von einer stark steigenden Gehaltsentwicklung für Tiermediziner in 2012 aus. Gleichzeitig prognostiziert man für die tierärztliche Gehaltsentwicklung bis 2015 immer noch ein leichtes Wachstum.

Inwieweit es tatsächlich zu einer Trendumkehr kommen wird, bleibt abzuwarten. Selbst wenn in Zukunft die Gehälter der Tierärzte und Tierärztinnen stark zunehmen sollten, müssen zunächst rund 20 % inflationsbereinigter Kaufkraftverlust ausgeglichen werden, um das Niveau aus dem Jahr 2000 zu erreichen. Kollektive Preisanstiege oder gar eine Erhöhung der Gebührenordnung für Tierärzte, die sich auch in höheren Gehältern widerspiegeln, sind für 2012 zumindest nicht festzustellen.

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